Liebe Freunde "Unseres Tierparks",

heute habe ich leider keine guten Nachrichten zu vermelden.

KunibertHirsch Kunibert attackiert Artgenossen. Mit Sorge, Verzweiflung und Ratlosigkeit verfolgten verantwortliche Pfleger, Besucher, vor allem aber direkte Anwohner und Mitglieder des Fördervereins Tierpark Q-I das Verhalten von Hirsch Kunibert im Tiergehege im Tierpark Quadrath-Ichendorf in den letzten Monaten. Im Oktober 2016 wurde ein Alttier, in diesem Jahr ein Jungtier mit äußeren Verletzungen tot im Gehege aufgefunden. Kunibert bedrängte seine weiblichen Tiere oft außerhalb der Brunft.

Tierarzt Dr. Schlömer und unser sachkundiger Tierpfleger Hr. Harbecke hatten den Verdacht, dass Kunibert mit fortschreitendem Alter eine erhöhte Aggressivität vor allem gegenüber weiblichen Artgenossen entwickelt, die er außerhalb der normalen Brunftzeit decken wollte, die aber zur Paarung nicht bereit waren. Eine psychische Störung, die in der Natur immer wieder vorkommt. Auch bei Fütterungen zeigte sich Kunibert aggressiv fordernd gegenüber den Tierpflegern. Am Donnerstag wurde er dabei beobachtet, wie er ein Alttier an die Wand des Futterhauses drängte und es immer wieder mit seinem Geweih attackierte.

Unser Vereinsmitglied Anne Varoquier sah das und griff sofort beherzt ein. Es gelang ihr, dass Kunibert von seinem schwerverletzten Opfer abließ und Sie konnte Hilfe herbeirufen. Kunibert rannte darauf hin wie von Sinnen durch das Gehege und jagte anderen Tieren hinterher. Pfleger und Tierarzt waren Minuten später vor Ort. Kunibert wurde zunächst betäubt. Da sich nun die Vermutung bestätigte, dass Kunibert die anderen Tiere getötet hat, musste er zum Schutz der Herde eingeschläfert werden. Wir hoffen, das verletzte Alttier überlebt.

Wir sind sehr traurig über diese Entwicklung. Wie es weitergeht wissen wir heute noch nicht.

Für den Vorstand
Harald Satzky, Vorsitzender